Auch im 60. Jubiläumsjahr der Ruhr-Universität Bochum hat die Universitätsbibliothek (UB) ihre Dienstleistungen konsequent weiterentwickelt und die Ziele der RUB mit großem Engagement unterstützt.
Im Rahmen der kooperativen Exzellenz-Bewerbung der Ruhr-Universität Bochum und der TU Dortmund als „Ruhr-Innovation-Lab“ (RIL) wurde die Hochschulbibliographie um eine „RIL“-Sicht erweitert. Damit wird der gemeinsame Publikationsoutput beider Universitäten sichtbar und die Zusammenarbeit im Bereich Forschung gestärkt.
Ein weiterer wichtiger Schritt war die Entwicklung eines Verfahrens zur Ermittlung des campusweiten Informationsbudgets, wie es vom Wissenschaftsrat empfohlen wird. Diese Erhebung bildet eine zentrale Grundlage für zukünftige hochschulpolitische Budgetentscheidungen.
Ein Meilenstein für das wissenschaftliche Publizieren an der RUB war die Einführung eines neuen Finanzierungsmodells für die Publikationskosten der Verlage Wiley, Springer und Elsevier (DEAL).
Das Jahr 2025 stand zudem im Zeichen digitaler Innovationen: Die UB startete die Entwicklung einer datenbankgestützten Software zur Erfassung, Auswertung und zum Monitoring von Open-Access-Ausgaben für Zeitschriften und Bücher. Darüber hinaus wurde erstmals ein digitales Tool eingeführt, das Künstliche Intelligenz zum Auffinden von Volltexten nutzt. Die verantwortungsvolle und serviceorientierte Nutzung von KI wurde durch das neue Kursangebot „Generative KI für Einsteiger:innen“ flankiert.
Die Attraktivität der UB als Lern- und Aufenthaltsort wurde weiter gesteigert: Der Einzug der international renommierten Hegel-Forschungsbibliothek, die neue UB-Terrasse mit Südblick und Relaxliegen sowie der Ausbau der Hängenden Gärten trugen maßgeblich dazu bei. Dies spiegelte sich in einem neuen Besucherrekord von knapp 1 Million Zutritten wider – trotz umfangreicher Sanierungsmaßnahmen und damit verbundener Einschränkungen.
Die UB wurde im Jubiläumsfilm der RUB zu Recht als „Aushängeschild der Universität“ bezeichnet. Zahlreiche wissenschaftsnahe Ausstellungen und Veranstaltungen, wie der 7. DH Day zum Thema „Digitale Ethik“, machten die UB 2025 zu einem zentralen Ort für Austausch, Wissenschaftstransfer und gesellschaftlichen Dialog. Das vielfältige Veranstaltungs- und Kursprogramm sowie die hohe Aufenthaltsqualität führten dazu, dass die UB erneut als Drehort für Film- und Fernsehproduktionen (u.a. ZDF-Dokumentationsreihe „37 Grad“), Interviews und Radiobeiträge ausgewählt wurde.
Im Bereich Forschungsdatenmanagement (FDM) initiierte das RDS-Team (Research Data Services) erfolgreich ein FDM-Expert:innen-Netzwerk, das durch regelmäßige Treffen den Austausch fördert und die Bedarfe der Wissenschaftler:innen ermittelt. Ergänzend wurde auf Initiative des Prorektorats Forschung ein FDM Advisory Board eingerichtet, in dem die UB auf Direktionsebene vertreten ist und das strategische Entscheidungen zur Weiterentwicklung des FDM trifft. Um die Bedeutung des FDM bereits im Studium zu verankern, entwickelte die UB einen E-Learning-Kurs für Studierende, der mit einem Preis im 5x5000-Wettbewerb der RUB ausgezeichnet wurde.
Die hier dargestellten und weitere im Folgenden beschriebene Erfolge unterstreichen das große Engagement der Universitätsbibliothek für die Weiterentwicklung der RUB als exzellente Lehr- und Forschungseinrichtung.
Das Team der UB Bochum freut sich, auch im Jubiläumsjahr 2025 maßgebliche Beiträge zum Erfolg der Ruhr-Universität Bochum geleistet zu haben.
Dr. Jörg Albrecht, Direktor der UB Bochum

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Das Digital Humanities Center (DHC) feierte 2025 sein fünfjähriges Jubiläum. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete der DH Day #7 zum Thema „Digitale Ethik“, welcher mit einer Keynote von Prof. Dr. Johann-Christian Põder und einer Keynote-Diskussion zu KI-Ethik begangen wurde und später in einem festlichen Jubiläumsdinner mündete. In einem Futures Thinking Workshop erarbeiteten die Teilnehmenden Zukunftsszenarien für das DHC und die DH-Community in der Universitätsallianz Ruhr (UA Ruhr). Ein Barcamp sowie das Online-Panel „DH @ MENA(-Lib.)“ boten zudem Raum für den fachspezifischen Austausch über digitale Methoden.
Neben der Beratung zahlreicher Forschungsvorhaben baute das DHC die DH-Infrastruktur auf dem Campus im Jahr 2025 weiter aus. So aktualisierte es die Lizenzen des Oxygen XML Editors, konfigurierte eine Testinstanz für das Annotationswerkzeug Recogito Studio und richtete für nodegoat die „DHC teach“-Sandbox-Umgebung für den Einsatz in der Lehre ein. Das Veranstaltungs- und Kursprogramm im DH Space der UB umfasste vielfältige Kurse zu SQL, GIS, XML/TEI sowie Wissensmanagement mit Obsidian und 3D-Modellierung mit Blender.
Wissenschaftlich vernetzte sich das DHC durch die AG Texterkennung in Kooperation mit dem Service Center für Digital Humanities (SCDH) der Universitäts- und Landesbibliothek Münster. Zudem veröffentlichte das Team eine Fachpublikation über DH Spaces als multifunktionale Orte an Bibliotheken. Den Abschluss des Forschungsjahres bildete die Präsentation von Ergebnissen bezüglich geodatenspezifischen Forschungsdatenmanagements am Beispiel eines Kartenportals auf der Rostocker Konferenz FORGE25.
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Im Jahr 2025 lag ein Schwerpunkt der Arbeit des Teams RDS-Team Forschungsdatenmanagement (FDM) der UB Bochum als Teil des RDS-Teams der RUB auf der strukturellen Vernetzung und strategischen Weiterentwicklung des FDMs an der Ruhr-Universität insgesamt. So wurde im Rahmen des Tags der Forschungsdaten in NRW erfolgreich das FDM-Expert:innen-Netzwerk an der RUB initiiert. Das Kick-Off fand in der UB Bochum statt. Zudem nahm das FDM Advisory Board seine Arbeit auf und begleitet seitdem die strategische Weiterentwicklung des Forschungsdatenmanagements an der Hochschule.
Das Schulungsangebot wurde u.a. im Rahmen des FDM-Curriculums der UA Ruhr im Vergleich zum Vorjahr deutlich ausgeweitet. Insgesamt wurden 38 Schulungen und Veranstaltungen durchgeführt, die sowohl in Präsenz als auch online stattfanden und insgesamt 547 Teilnahmen verzeichneten. Inhaltlich deckten die Angebote ein breites Spektrum ab, darunter
Auch im Rahmen der Love Data Week 2025 und des Open Science Month wurden Kurse angeboten.
Weitere Anlässe waren interne Anfragen, beispielsweise aus großen Forschungsverbünden wie Sonderforschungsbereichen (SFBs).
Auch die individuelle Beratung blieb ein zentraler Bestandteil des Angebots. Im Jahr 2025 mündeten von 65 Beratungsanfragen 36 in ausführliche Beratungsgespräche, darunter mehrere sehr umfangreiche Projektbegleitungen, was auf eine wachsende Bekanntheit der FDM-Angebote und eine zunehmende Inanspruchnahme durch Forschende hinweist. Thematisch reichten die Anfragen von Datenpublikation und -speicherung über Datenmanagementpläne bis hin zu rechtlichen und organisatorischen Fragestellungen.
Ein weiterer Erfolg war die Auszeichnung des E-Learning-Angebots „Flucht aus dem Datenchaos – Strukturiertes Datenmanagement für Studierende“ im Rahmen des 5x5000-Wettbewerbs der RUB. Darüber hinaus war das Team FDM/RDS auf nationalen Konferenzen vertreten und beteiligte sich aktiv an der Gestaltung des Tags der Forschungsdaten in NRW.
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2025 ist die UB in die zweite Förderphase im DFG-Programm Open Access-Publikationskosten gestartet. Erstmals wurden über 300 Artikel der RUB über den Open Access-Fonds [https://www.ruhr-uni-bochum.de/oa/apply.html.de] der RUB (Gold OA) gefördert. Die DFG-Förderung umfasst jetzt auch Open Access-Kosten für Bücher [https://www.ruhr-uni-bochum.de/oa/monofund.html.de], die im Rahmen von DFG-Projekten entstanden sind.
Weitere Open Access-Publikationsmöglichkeiten ergaben sich durch die Teilnahme der RUB an zahlreichen Open Access-Transformationsverträgen. 2025 hat das OA-Team der UB die Finanzierung von über 900 Open Access-Artikeln von RUB-Wissenschaftler:innen koordiniert.
Wie schon in den Vorjahren hat das OA-Team 2025 viele Forschende zum Thema Open Access beraten – unter anderem zu Fördermöglichkeiten, Anforderungen der Fördergeber, CC-Lizenzen und Open Access-Zweitveröffentlichungen. Es wurden Veranstaltungen abgestimmt auf die Bedarfe des Campus und im Rahmen des Open Science Novembers der RUB angeboten.
Im Bereich des wissenschaftsgeleiteten Open Access-Publizierens (Diamond Open Access) wurde 2025 die Zeitschrift Meaning gegründet, die über die von der UB gehostete Publikationsplattform Open Journal Systems (OJS) publiziert wird. Herausgeber:innen sind Daniel Gutzmann (Germanistische Linguistik), Kristina Liefke (Philosophie der Information und Kommunikation) und Katharina Turgay (Germanistische Linguistik). Auch 2025 wurden viele weitere Volltexte von RUB-Autor:innen über das Dokumentenrepositorium der RUB publiziert.
[Linkbild und quelle: https://www.meaning-journal.org/index.php/Meaning/index ]
Die Hochschulbibliographie der RUB wurde im Jahr 2025 sowohl technisch als auch inhaltlich deutlich weiterentwickelt. Ein zentraler Meilenstein war die Implementierung eines automatisierten Imports von Publikationsdaten aus Scopus und Web of Science. Nach einem einmaligen retrospektiven Import ab dem Erscheinungsjahr 2010 erfolgt seitdem ein regelmäßiger Import neu hinzugekommener Publikationen aus beiden Datenquellen.
Zudem wurde das Web Frontend der Verbundhochschulbibliographie grundlegend überarbeitet. Das neue Design und die verbesserte Benutzerführung tragen wesentlich zu einer erhöhten Usability bei. Im Kontext der „Ruhr-Innovation-Lab“ (RIL) Bewerbung der RUB und der TU Dortmund im Rahmen der Exzellenzstrategie wurde darüber hinaus eine eigene „RIL-Sicht“ zur Darstellung gemeinsamer Publikationen bereitgestellt. Damit hat die UB einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Bewerbung geleistet.
Auch der Datenbestand wuchs im Berichtsjahr deutlich an. Insgesamt kamen über 29.000 neue Publikationen für die RUB hinzu, darunter 3.900 automatisiert über ORCID importierte Einträge sowie 28.000 Datensätze aus Scopus und Web of Science. Ergänzend dazu wurden über 6.000 Publikationen von Wissenschaftler:innen gemeldet oder durch das Redaktionsteam erfasst. So verzeichnet die Hochschulbibliographie Ende 2025 über 260.000 Publikationen der RUB.
Der Publikationslistendienst „PubliG“ lief weiterhin stabil und wurde gut angenommen. Es fanden zu diesem Dienst zwei Einführungsveranstaltungen sowie eine vertiefende Beratung statt. Der Service unterstützt damit weiterhin eine einheitliche und interoperable Darstellung von Publikationslisten auf den Webseiten der RUB.
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Im Jahr 2025 wurden durch die UB Bochum acht bibliometrische Analysen für die Universitätsverwaltung sowie verschiedene Fakultäten erstellt, insbesondere im Kontext von Perspektivplanungen. Die Analysen bezogen sich auf unterschiedliche Organisationseinheiten der RUB und wurden unter Einsatz verschiedener Datenquellen und Werkzeuge, v.a. Hochschulbibliographie, Scopus, SciVal, Google Scholar und OpenAlex, durchgeführt.
Im Jahr 2025 wurden die Angebote des Teams „UB Barrierefrei“ weiterhin gut angenommen. Neben dem Vocatex-Computer mit Vorlesefunktion wird insbesondere der Scanservice für Nutzer:innen mit Sehbeeinträchtigung nachgefragt. Erfreulich ist deshalb insbesondere, dass dieser Servicebereich durch Nachbearbeitung von Scans in seiner Nutzer:innenfreundlichkeit weiter optimiert werden konnte: Insgesamt 4250 Seiten wurden in verschiedenen Scanaufträgen bearbeitet und zur Reduktion möglicher Lesebarrieren zusätzlich Schriftzüge sowie Seiten begradigt, sowie Seiten von Verschmutzungen bereinigt. Die Behandlung der Scans mit OCR bietet Nutzer:innen darüber hinaus nun die Möglichkeit, Scans zu durchsuchen. Auch durch Katalog- und Literaturrecherche sowie Fernleihbestellungen haben wir unsere Nutzer:innen weiterhin unterstützt.
Auch im Bibliotheksgebäude konnte die Barrierefreiheit durch eine neue Beschilderung des Weges zur Behindertentoilette und das Anbringen von Leuchtstreifen im Treppenhaus weiter verbessert werden. Die Vernetzung mit internen und externen Stakeholdern der Ruhr-Universität Bochum ist ebenfalls erfolgreich gelungen, nicht zuletzt durch aktiven Austausch mit der Inklusionsbeauftragten der RUB.
Englischsprachige Schulungen und Beratung, sowie die Zusammenarbeit mit dem International Office der RUB sind im Serviceportfolio der UB seit langem verankert. Im Jahr 2025 gab es darüber hinaus verschiedene neue Kooperationen und Veranstaltungen, teils mit internationaler Reichweite.
Bei der International Conference on Library, Information Science and Scholarly Publishing in Vietnam (ICLISSP2025) stellten die Publikationsdienste der UB im August im Rahmen des Workshops „Promoting the International Integration of Vietnamese Scientific Journals" die Open Journal Systems Plattform der RUB (OJS RUB) einem internationalen Publikum vor.
Im September fand anlässlich des Dh Day #7 der RUB ein Onlinepanel zu Digital Humanities in den MENA-Wissenschaften statt, an dem auch Gäste aus Österreich und der Schweiz teilnahmen. Das Panel war mit 35 Teilnehmer:innen gut besucht und bot Gelegenheit zu regem Austausch über Tools, Methoden und Herausforderungen von DH-Projekten im MENA-Fachbereich. Abstracts der Beiträge sind in der DH-Day #7-Kollektion im Dokumentenrepositorium der RUB verfügbar.
Zu einer Lesung lud im November die arabische Schriftstellerin Nahed al Essa ein. Gemeinsam mit Prof. Köhnen vom Sprachwissenschaftlichen Institut der RUB berichtete sie in arabischer und deutschsprachiger Poesie und Prosa vom Alltagsleben in Damaskus.
Im Jahr 1669 veröffentlichte der Schweizer Maler und Reisende Albrecht Herport mit „Eine kurtze Ost-Indianische Reiß-Beschreibung“ einen frühneuzeitlichen Blick auf Taiwan.
Am 12. Dezember 2025 wurde in der UB Bochum ein Exemplar der nun veröffentlichten ersten vollständigen chinesischen Übersetzung des Werkes durch Herrn Direktor Luo, Direktor des Taipei Representative Office in the Federal Republic of Germany, und seine Stellvertreterin, Konsulin Zhang, sowie die Direktorin der National Taiwan Library, Prof. Chang, und vier ihrer Mitarbeiter:innen feierlich an Prof. Moll-Murata (Fakultät Ostasienwissenschaften der RUB) überreicht.
Im vergangenen Jahr konnte die AG „Nachhaltige UB“ bewährte Formate erneut mit sehr gutem Anklang durchführen. Zusätzlich kamen zu unserem Aktivitätenportfolio neue Elemente hinzu.
So ging beim Stadtradeln im Mai erneut ein Team der UB Bochum an den Start und wurde für seine Radelleistung von 4141 gefahrenen KM (678,1 kg eingespartes CO2) gemeinsam mit der RUB erneut von der Stadt Bochum ausgezeichnet.
Zusätzlich wurde der Ausbau unserer Hängenden Gärten weiter verfolgt. Dieses bei unseren Nutzer:innen ausgesprochen beliebte Merkmal unseres Hauses war Mittelpunkt eines Beitrages zur renommierten Bibliothekszeitschrift PRO Libris, der mittels des Pressespiegels der RUB einer weiten Öffentlichkeit präsentiert wurde.
Unsere bestehenden Partnerschaften auf dem Campus – insbesondere mit dem Repair Café des AStA und dem Nachhaltigkeitsbüro der RUB – pflegten wir kontinuierlich und setzten uns mit dem Energieverbrauch von KI-Nutzung auseinander.
Neben Tipps zur Verwendung von KI sind damit verbundene Nachhaltigkeitsgesichtspunkte nun fester Bestandteil der Erststemesterschulungen.
Die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit unseres Schulungsangebotes (EU-Nachhaltigkeitsziel Nr. 4: hochwertige Bildung) wurde durch die Integration unseres Kurskalenders in die RUB Bib App nochmals deutlich verbessert.
Weitere neue Tätigkeitsfelder betrafen 2025 vor allem das interne, hausweite Engagement für Nachhaltigkeitsthemen. So schrieben Kolleg:innen aus verschiedenen Teams in zwei Aktionen Karten gegen die Einsamkeit, die die Caritas Bochum an ältere Menschen verteilte (EU-Nachhaltigkeitsziel Nr. 10: weniger Ungleichheit) . Bei einem internen Workshop gegen Stammtischparolen konnten alle interessierten Mitarbeiter:innen der UB darüber hinaus Rüstzeug für schwierige Gesprächssituationen erlernen (EU-Nachhaltigkeitsziel Nr. 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen).
Besonders stolz sind wir auf das sehr gute Ergebnis unserer internen Spendensammlung für das WDR 2 Weihnachtswunder, das 2025 in Essen gastierte (EU-Nachhaltigkeitsziel Nr. 10: weniger Ungleichheit).
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Im Jahr 2025 lag der Fokus der Abteilung auf der Weiterentwicklung digitaler Services und Infrastruktur.
Mit OASYS wurde eine Web-Anwendung zur strukturierten Erfassung, Auswertung und zum Reporting von Open-Access-Anträgen für Zeitschriften und Bücher entwickelt. Zur Verbesserung der Datenbasis in der Hochschulbibliographie (HB) wurde eine lokale Replikation der bibliographischen Datenbank „OpenAlex" aufgebaut, wodurch eine Premium-Lizenzierung eingespart werden konnte. Der Importer für Publikationsdaten in der HB wurde dann um einen Importprozess für Werke aus der OpenAlex-Datenbank erweitert. Zusätzlich ist nun die Anreicherung bestehender Werke durch die Open-Alex Taxononmie (OpenAlex-Fields und -Subfields) zur besseren Klassifikation möglich. Für die Exzellenzinitiative wurde eine neue Ansicht Ruhr Innovation Lab [(RIL]) in der HB geschaffen.
Im Umfeld der HB ist das Projekt ProbeLa27 angelaufen, wofür eine Softwareentwicklerin eingestellt wurde.
Im Bereich Infrastruktur wurde der Anschluss der UB an das Active Directory der RUB vorbereitet und für die gesamte Bibliotheks-IT der Prozess der BSI- Zertifizierung gestartet.
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Im Jahr 2025 wurde die Aufenthaltsqualität in der UB durch den Beginn der Brandschutzsanierung beeinträchtigt, die noch bis in das Jahr 2027 anhalten wird.
Ein Drittel der Arbeitsplätze und mehrere ThinkTanks standen nicht zur Verfügung.
Baulärm beeinträchtigte das Lernen.
Bilder 1 und 2
Die Sperrung großer Lern- und Magazinbereiche wurde vorausschauend dazu genutzt, weitere Medien auszusondern und Zeitschriftenbestände in das Auslagerungsmagazin nach Bochum-Langendreer zu verbringen. Das Ziel im Zuge der Sanierung ist weitere Lernflächen zu erschließen, um den Lernort noch attraktiver zu machen und weiterzuentwickeln. So wurden drei ehemalige Büros umgestaltet und als Gruppenarbeitsräume für Studierende in Betrieb genommen. Die neu eingeführte, grundsätzliche Buchungspflicht der Gruppenarbeitsräume und ThinkTanks soll dazu beitragen, diese Gruppenbereiche gepflegt und sauber zu halten.
Der auf Ebene 0 im Jahr 2024 geschaffene neue Essbereich wurde im Jahr 2025 um die neue UB-Außenterrasse erweitert, deren Tischgruppen und Holzliegen zum Essen, Lernen und Relaxen sehr gut angenommen werden.
Bilder 3 und 4
Die deutlichen Verbesserungen der vergangenen Jahre machen sich entsprechend positiv bemerkbar: Trotz der baulichen Einschränkungen konnten wir mit ca. 980.000 Zutritten im Jahr 2025 einen neuen Benutzungsrekord nach Corona verzeichnen. Auch beim CHE-Ranking erhielt die UB eine sehr positive Bewertung in Bezug auf ihre Ausstattung. Im Jubiläumsfilm der RUB, die im Jahr 2025 ihr 60-jähriges Bestehen feierte, heißt es dazu passend: „Das Aushängeschild der Universität ist ihre Bibliothek.“
Wie in den Vorjahren war es der Universitätsbibliothek Bochum auch 2025 möglich, ein breitgefächertes Angebot fachübergreifender und fachspezifischer digitaler Medien für die Studierenden und Wissenschaftler:innen der Ruhr-Universität bereitzustellen. Durch die Verlängerung von EBS-Lizenzen, die meist den Zugriff auf das gesamte Portfolio eines Verlags ermöglichen, und den Kauf von Paketen konnte der E-Book-Bestand der Universitätsbibliothek mit 630.023 E-Books annähernd auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden (s. Grafik 1). Erfreulicherweise war es ebenfalls möglich, die Anzahl der im Jahr 2025 lizenzierten 238 Datenbanken im Vergleich zum Vorjahr konstant zu halten (s. Grafik 2). Mit 3.656 Exemplaren war die Anzahl der in den Bestand der Universitätsbibliothek aufgenommenen gedruckten Medien hingegen erneut rückläufig.
Im Bereich der elektronischen Zeitschriften gewann das Thema Open Access weiter an Bedeutung. 2025 koordinierte die UB die Teilnahme an 15 gemeinsam mit den Fakultäten finanzierten Transformationsverträgen. Hierzu zählen auch die DEAL-Verträge mit Wiley, Springer und Elsevier, für die 2025 ein neues Finanzierungsmodell auf dem Campus in Kraft getreten ist.
Wie vom Wissenschaftsrat empfohlen hat die UB 2025, unterstützt durch das Haushaltsdezernat, das Informationsbudget der RUB ermittelt. Es umfasst erstmals einen Überblick sowohl über zentrale als auch dezentrale Ausgaben der RUB für Medien und Publikationen 2024 und ist die Basis für eine aktive Gestaltung der Finanzierung der Open Access-Transformation.
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© RUB, Reuter
Die UB Bochum hat im April 2025 ein erstes digitales Tool eingeführt, das künstliche Intelligenz beim Finden von Volltexten nutzt: Die Browsererweiterung LibKey Nomad zeigt auf vielen Online-Plattformen (z.B. Google Scholar, PubMed, Wikipedia, Verlags- bzw. Buchhandels- Onlineshops) an, ob der Volltext eines Zeitschriftenaufsatzes oder ein E-Book für die RUB lizenziert oder im open access verfügbar ist und führt KI-gestützt auf dem schnellsten Weg zum Volltext.
Das Schulungsangebot der UB wurde erstmals durch Kurse zum Thema „Generative KI für Einsteiger:innen“ erweitert. Neue KI-Tools und neue KI-Funktionen angebotener Literaturdatenbanken werden in Zukunft die Kurse zur Vermittlung von Informations-kompetenz erweitern und verändern.
Die Zahl der durchgeführten Kurse blieb auf dem Niveau von 2024, während die Teilnehmendenzahlen leicht anstiegen. Der Schwerpunkt lag weiterhin auf der Kernzielgruppe der RUB-Angehörigen, mit Themen wie Literaturrecherche, Nutzung der UB und Literaturverwaltung. Deutliche Zuwächse verzeichneten insbesondere die Angebote sowie deren Nutzung in den Bereichen Publikations- und forschungsnahe Dienste. Beratungen zu Systematic Reviews ergänzten das Angebot und werden voraussichtlich weiter an Bedeutung gewinnen.
Statistik – Überblick 2025
© RUB, Stekanov
Auch im Jahr 2025 setzte die Universitätsbibliothek Bochum ihr Veranstaltungsprogramm mit klaren thematischen Akzenten fort. Mit drei Ausstellungen sowie Vorträgen in Kolloquien und Buchvorstellungen [Link: https://www.ub.ruhr-uni-bochum.de/kurse-und-veranstaltungen/ausstellungen-und-veranstaltungen] war sie erneut ein zentraler Ort an der Ruhr-Universität Bochum für Austausch, Diskussion und Einblicke in aktuelle Forschung.
In enger Kooperation mit Einrichtungen der RUB sowie Partner:innen aus Wissenschaft und Gesellschaft – darunter auch Gäste aus dem Ausland – entstanden vielfältige Formate, die internationale und regionale Themenfelder verknüpften. Das Spektrum reichte von Osteuropa (insbesondere Polen und Ukraine) über Syrien, China und Taiwan bis hin zu NRW und dem Ruhrgebiet. Ein besonderes Augenmerk galt der aktiven Einbindung Bochumer Studierender.
Inhaltlich griff das Programm zentrale gesellschaftliche Debatten auf – etwa zu Umweltschutz, Erinnerungskultur, Migration und Gender Studies –, die insbesondere aus Sicht der Geschichte, Politik und Soziologie beleuchtet wurden. Ergänzend präsentierte die UB interdisziplinäre Projekte aus den Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften mit einem Schwerpunkt auf künstlerisch-literarischen Zugängen und historischen Themen.
Die Bilder „Mit und wider aller Dingen“ und „Dante. Die Göttliche Komödie“ haben die Copyright-Angabe © RUB, Rosenkranz; das Bild „Aus der Ferne in meine Ukraine“ die Angabe © After Silence NGO.
In Kooperation mit
Im Jahr 2025 trat die UB Bochum als Bestandteil der RUB in besonders vielfältigen Kontexten jenseits des Campus in Erscheinung. Den Partnerschaften der Bibliothek konnten neue Kooperationen hinzugefügt werden.
Prägend war in diesem Jahr darüber hinaus die kommunikative Begleitung des neusten Großprojektes in unserem Haus: der Brandschutzsanierung der Nordseite des Gebäudes.
Im Januar drehte das WDR ein Interview mit Studierenden und der Kanzlerin der RUB zum Thema „Sicherheitsgefühl auf dem Campus”, das in der Lokalzeit Dortmund ausgestrahlt [https://www.ardmediathek.de/video/lokalzeit-aus-dortmund/lokalzeit-aus-dortmund-oder-15-01-2025/wdr-dortmund/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLXNvcGhvcmEtYWJiZmUyOTktMzRlNC00ZDU5LTkyYzItZjU4ZDIwNGI2MTBk] wurde. Ebenfalls im Januar erschien der im vergangenen Jahr gedrehte Film der Akademie der RUB [https://akademie.rub.de/], in der sie ihren neuen nachhaltigkeitsbezogenen Studiengang bewirbt und der teils in der UB Bochum gedreht wurde.
Im Verlauf des Jahres waren verschiedene andere Filmteams bei uns zu Gast. Darunter die Hochschulkommunikation der RUB, die Aufnahmen zur Information Studieninteressierter und zum Thema KI machte. Ebenso besuchten uns zwei studentische Filmteams der FH Dortmund und der Universität Münster, die Aufnahmen für Kursabschlussarbeiten im Fachbereich Film anfertigten.
Im Dezember 2025 war zudem das ZDF für Aufnahmen der Dokumentationsreihe „37 Grad” zum Thema Ehrenamt in der UB zu Besuch.
Nicht zuletzt war die UB Bochum auch in zwei Filmen anlässlich des Jubiläums der RUB zu sehen. Ein historisches Filmdokument [https://www.ub.ruhr-uni-bochum.de/newsportal/60-jahre-rub], das zu diesem Anlass veröffentlicht wurde, erklärte: „Das Aushängeschild der Universität ist Ihre Bibliothek”. Und auch der Bericht der Lokalzeit im WDR, der der RUB zu ihrem 60. Geburtstag gratulierte, zeigte die UB Bochum.
Zudem war die UB sowohl in gedruckten Medien, als auch im Radio und in einer Ausstellung vertreten: In der Sonderausgabe des BoMa anlässlich des 60. Jubiläums der RUB im Juni war sie Teil der Rubrik „Mein Quartier ist hier”. In der Lacrosse-Ausstellung anlässlich der FISU World University Games durften in der UB aufgenommene Bilder ebenfalls nicht fehlen.
Außergewöhnlich waren der Beitrag zur Universitätsbibliothek in der Novemberausgabe der Kinderzeitschrift „Checky“ und ihre Aufnahme in ein Bibliothekskartenspiel der Zeitschrift „ZEIT Campus“.
Besondere Höhepunkte des Medienechos des Jahres 2025 waren ein Radiobeitrag über das geschlossene Magazin der UB , der im Dezember im WDR 5 veröffentlicht wurde, sowie ein Bericht über die Nachhaltigkeits AG der Bibliothek in der Fachzeitschrift ProLibris.
Die zahlreichen etablierten Kooperationen auf dem Campus der RUB wurden weiter gepflegt. So trugen wir zu Medienauftritten des Dezernats 8 der RUB bei: z.B. als Drehort für ein Posting auf dem neuen TikTok-Kanal der RUB und durch Beiträge zum universitätsweiten Jubiläumskalender der RUB. Auch bei der Love Data Week der Universitätsallianz Ruhr, beim Diversity Day, beim Teachers’ Day, beim Open Science November und bei Fit for Funding war die UB wieder vertreten.
Zudem nahmen Mitarbeiter:innen der UB an verschiedenen Arbeitsgruppen der RUB teil, darunter die Treffen des Projektes Study Fit und die Planung des neuen Wissenschaftskommunikationsformates „Let’s Talk”, das Ende des Jahres erstmals vom Netzwerk Wissenstransfer der RUB durchgeführt wurde.
Eine neue Kooperation konnte mit dem Deutschen Bibliotheksverband etabliert werden, dessen Kampagne „Mein Job Bibliothek” [https://meinjob-bibliothek.de/] wir unterstützen. Auch zu dem Projekt „Wissensnexusbibliothek“, das Studierende von Prof. Sørensen (Fakultät für Sozialwissenschaft der RUB) in ihrem Kurs zu Data Stories durchführten, trugen wir bei.
RUB-intern
RUB-extern
Infrastruktur
Medienbestand
Medienetat
Nutzung
Kurse
Ausbildung und Praktika
An der Ruhr-Universität Bochum wird u.a. die Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI) in der Fachrichtung Bibliothek angeboten.
Außerdem bietet die Universitätsbibliothek zahlreiche Praktika an.
Fachbibliotheken der Ruhr-Universität Bochum
Deutsche Bibliotheksstatistik
Weitere Angaben und Vergleiche zu anderen Bibliotheken können Sie der Deutschen Bibliotheksstatistik (DBS) entnehmen.