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Temperaturen im Gebäude der Universitätsbibliothek

Liebe Nutzer:innen,

die Hitzewelle der letzten Wochen hat leider auch nicht vor der Tür der Unibibliothek halt gemacht – auch bei uns im Gebäude waren die Temperaturen sehr hoch und wir haben zahlreiche Rückmeldungen dazu von Ihnen erhalten.
Daher möchten wir gerne die Situation erläutern:

Das Gebäude der UB wurde in den 1960er Jahren erbaut. Damals wurde eine Lüftungsanlage eingebaut, die auf Abluft und auf Frischluftzufuhr, die gewärmt werden kann, basiert. Es ist also keine "Klima-Anlage" im eigentlichen Sinn. Die Anlage war auf ein geschlossenes Gebäude (ohne zu öffnende Fenster) und eine Nutzung als Bibliothek mit Büchermagazinen ausgelegt, nicht auf Lernräume. Daher stößt sie inzwischen an ihre Kapazitätsgrenzen, da viele Menschen im Gebäude sind, die mehr Wärme erzeugen und mehr Luft verbrauchen als vorgesehen war.

Die mittlerweile zu öffnenden Fenster schaffen zwar einerseits erst einmal Abhilfe, andererseits verstärkt dies die unangenehmen Temperaturen im Winter und im Sommer. Einige Erläuterungen dazu:

Die Anlage wird über Sensoren gesteuert. Je nach Außentemperatur wird die Luft erwärmt bzw. durch Luftzufuhr von außen gekühlt. Die Anlage hat beim Heizen und auch beim Abkühlen aber leider eine starke Wirkungsverzögerung. Im Frühjahr und Herbst, wenn Tages- und Nachttemperatur stark differieren, ist dies besonders problematisch. Ist es in der Nacht sehr kalt, steuert der Außen-Sensor die Heizung an und diese fängt an, die Frischluft zu erwärmen. Dies dauert allerdings längere Zeit, d.h. bis die Anlage die Räume entsprechend aufgeheizt hat, ist es draußen bereits schon wieder warm, so dass die Temperatur im Innern als viel zu warm empfunden wird. Der Sensor realisiert zwar, dass es nun draußen wieder warm ist und regelt die Anlage wieder herunter, aber auch das Abkühlen dauert wiederum viel zu lange. Ist es dann im Innern kühler, ist es draußen schon wieder kalt, usw.. Die Steuerung ist also immer zu spät, um im Innern eine angenehme Temperatur zu erzielen.
Das Lüften durch Öffnen der Fenster verschärft die Problematik, weil das Einströmen von kalter Luft im Winter dazu führt, dass im Innern noch weiter hochgeheizt wird.

Im Sommer ist die Heizung abgestellt, aber durch die Sonneneinstrahlung und die häufig zu spät reagierende Jalousieanlage heizen sich die Räume schnell auf. Durch geöffnete Fenster strömt dann meist noch weitere warme Luft nach innen. Es kommt zur starken Aufheizung.

Auf Ebene 6 befinden sich in der Decke zwar Abzugsluken. Diese dürfen allerdings nur bei einer Rauchentwicklung im Brandfall geöffnet werden, aber nicht zum Ablassen warmer Luft in den kühleren Morgenstunden im Sommer. Ist die warme Luft also erst einmal im Gebäude, dauert es daher leider sehr viele Tage bis sie sich wieder abkühlt.

Zudem ist die RUB „nur“ Mieterin des Gebäudes, der Vermieter ist der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB). Jegliche Änderungen am und im Gebäude bedürfen der Erlaubnis des BLB.
Derzeit sind uns somit die Hände gebunden und wir können keine adäquate Lösung präsentieren.

Bitte entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten!

Ihr UB-Team

 

 

Bild Newsübersicht: © RUB, Rosenkranz

| von UB Team

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