Übersicht

Aufbau der Bibliothek

Die Bibliothek des Instituts für Pädagogik wurde 1964 mit dem Ziel eingerichtet, den speziellen Aufgaben des Instituts zu dienen. Die weite erziehungswissenschaftliche Fächerung des Instituts findet ihren Niederschlag in der Bibliothek. Im Laufe der Zeit haben sich, nicht zuletzt durch großzügige Drittmittelfinanzierung, einige Schwerpunkte herausgebildet, insbesondere im Bereich der Vergleichenden Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt auf dem Bildungssystem der osteuropäischen Länder und der DDR. Ferner in der Erwachsenenbildung, in der Historischen Pädagogik (Comenius-Forschung) und im Bereich der Berufs und Wirtschaftspädagogik.

Für die Studierenden der Ruhr-Universität war die Möglichkeit der Benutzung bereits zum Beginn des Wintersemesters 1965/66 gegeben. An das Institut für Pädagogik angeschlossen ist die Sektion Publizistik- und Kommunikationswissenschaft", die ehemalige Arbeitsgemeinschaft für Publizistik- und Kommunikation. Für den Benutzer ist es wichtig zu wissen, daß die Buchbestände der Sektion für Publizistik und Kommunikationswissenschaft ihren Standort in der Bibliothek des Instituts für Pädagogik haben. Die Bibliothek dient (laut Statistik vom SS 1998) 434 Hauptfachstudenten (1.Fach) und 4.779 Lehramtsstudenten sowie 363 Haupt- und 144 Nebenfachstudenten der Publizistik und Kommunikationswissenschaft als Präsenzbibliothek.

Sammelgebiete

Die Sammlung der Bibliothek des Instituts für Pädagogik konzentriert sich darauf, den Bedürfnissen von Forschung und Lehre Rechnung zu tragen. Die gute finanzielle Situation während der Aufbauphase hat die Möglichkeiten zu Erwerbungen kleiner und größerer Sammlungen und Nachlässe gegeben. Erwähnenswert ist u. a. der Erwerb von etwa 11.000 Schulschriften ( auch Schulprogramme genannt) sämtlicher an den Programmtausch teilnehmenden Lehranstalten aus den Jahren 1840 - 1915 ; ferner eine Sammlung von ca. 1.000 sowjetischen Lehrbüchern aus dem Zeitraum ab 1965 für die bereits im Jahre 1972 am Institut für Pädagogik eingerichtete Arbeitsstelle für vergleichende Bildungsforschung.

Die gewaltige Publikationsflut läßt selbstverständlich keine Vollständigkeit zu. Trotzdem ist ein guter Bestand an Quellen und Darstellungen zu den folgenden thematischen Schwerpunkten vorhanden:

  • Allgemeine Pädagogik
  • Berufs- und Wirtschaftspädagogik
  • Pädagogische Psychologie
  • Praktische Pädagogik (Schule und Erwachsenbildung)
  • Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (mit dem Schwerpunkten Kommunikation,  Medienpädagogik, Journalismus, Öffentlichkeitsarbeit, Medizinpublizistik)
  • Sozialgeschichte des Bildungswesens
  • Vergleichende Erziehungswissenschaft

Hervorzuheben wären noch die im Rahmen der Vergleichenden Erziehungswissenschaft aufgebauten Spezialsammlungen zur DDR-Pädagogik (ca. 2.300 Bände) und zur Sowjetpädagogik (ca. 6.000 Bände, vorwiegend in der Originalsprache).

Bestand

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse der letzten Bibliotheksrevision vom Januar 2008 ergibt sich ein Gesamtbestand von 81.400 Bänden.

Davon entfallen auf:

  1. Monographien 61.160 Bände
  2. Zeitschriften 12.000 Bände
  3. laufende Periodika 77 Bände

Hiervon entfallen auf die Sektion für Publizistik- undKommunikationswissenschaft:

  1. Monographien 7.400 Bände
  2. Zeitschriften 840 Bände

Der Jährliche Buchzugang liegt z. Zt. bei etwa 500 Bänden.

Personal

Der personelle Bestand der Bibliothek ist z. Zt. der folgende: 1 Bibliotheksobersekretär, 20 St. Aufsichtskraft, 2 St. Hilfskräte.

Systematik

Die Zuordnung der Titel erfolgt nach einer Systematik, die Haupt- und Untergruppen aufgeteilt ist. Die mit Großbuchstaben bezeichneten neun Hauptgruppen sind die folgenden:

 

A Hilfsmittel
B Nachbardisziplinen der Erziehungswissenschaft
C Geschichte und der Erziehungswissenschaft
D Systematische Erziehungswissenschaft
E Bildungswesen und Bildungspolitik ab 1945
F Vergleichende Erziehungswissenschaft und Auslandspädagogik
G Publizistik und Kommunikation
H Psychologie und Heilpädagogik
Z Zeitschriften

 

Jede der genannten Hauptgruppen wiederum ist in unterschiedliche Untergruppen, die mit einem Kleinbuchstaben bezeichnet sind, gegliedert. Die Untergruppe wird gekennzeichnet durch Hinzufügen eines  Kleinbuchstabens an den Großbuchstaben der Hauptgruppe. Die der Signatur hinzugefügte Ziffer bezeichnet die Anzahl der Titel dieser Sachruppe.

Beispiel für eine Buchsignatur:

 

C Geschichte der Pädagogik
e 19. Jahrhundert
299 Anzahl der Titel dieser Sachgruppe

 

 

Katalogkartenbeispiel:

 

Ce 299

Padberg, Rudolf:

Personaler Humanismus : das Bildungsverständnis des Erasmus von Rotterdam und seine Bedeutung für die Gegenwart ; ein Beitrag zur Revision des Humboldtschen  Bildungsideals. Paderborn : Schöningh, 1964. 189 S.

 

14

65/677

 

Die unten links genannte Zahl bedeutet in diesem Falle, daß der Benutzer diesen Titel im Schlagwortkatalog nter 14 Schlagworten findet. Dies ist jedoch nur ein interner Hinweis, damit bei Verlust oder Umsignierung sämtlicher Schlagwortkarten aus dem Katalog herausgenommen werden können.

Katalog

a) Alphabetischer Katalog

In diesem Katalog sind sämtliche in der Bibliothek vorhandenen Titel in alphabetischer Reihenfolge unter Verfasser oder Herausgeber oder dem Reihen- bzw. Sachtitel verzeichnet. (Zeitraum: 1965 - 31.12.2007)

b) Systematischer Katalog

Die in der Bibliothek Bibliothek vorhandene Literatur zu den einzelnen Wissensgebieten ist, nach Signaturengruppen geordnet, im Systematischen Katalog verzeichnet. Anhand des Systematischen Katalogs also kann sich der Benutzer über den gegenwärtigen Buchbestand der in der Systematik verzeichneten Gruppen informieren.

Der Alphabetischer-Katalog ist zum 31.12.2007 eingestellt worden, ab diesem Stichtag sind alle Monographien und Zeitschriften nur noch im RUB-OPAC bzw. HBZ-Katalog online zu finden.

c) Schlagwortkatalog

Sämtliche in der Bibliothek bis zum 31.12.1990 angeschafften und im Alphabettischen Katalog sowie im Systematischen Katalog verzeichneten Titel sind ebenfalls im Schlagwortkatalog erfaßt. Im Schlagwortkatalog werden Bücher nach ihrem Inhalt geordnet. Sie werden nicht in größere oder kleinere Gruppen zerlegt, sondern alphabetisch nach Schlagworten aneinandergereiht.

Wegen mehrer Kürzungen des Personalbestandes der Bibliothek mußte die Fortführung des Schlagwortkataloges zum 31.12.1990 abgebrochen werden. Nach diesem Stichtag eingegangene Bücher sind nicht im Schlagwortkatalog erfaßt.

Buchauswahl

Die Buchauswahl wird von den Hochschullehrer und wissenschaftlichen Mitarbeitern der einzelnen Lehrstühle getroffen. Das von Verlagen aus dem In- und Ausland reichlich zufließende Werbematerial wird gesichtet und an die Bibliothek zur Bestellung weitergegeben. Bibliographien deutschsprachiger Neuerscheinungen stehen der Bibliothek leider nicht zur Verfügung. Lediglich bei der Bestellungen von Büchern aus der Sowjetunion kann die Bibliothek auf das wöchentlich erscheinende Verzeichnis Novye knigi SSSR zurückgreifen. Bedauerlich ist, daß die derzeitige finanzielle Situation Ankäufe von antiquarischer Literatur nur in geringen Umfang zuläßt.

Benutziung und Einrichtung

Laut Bibliotheksordnung des Instituts für Pädagogik steht die Bibliothek allen Angehörigen der Ruhruniversität sowie Interessierten zur Verfügung. Eine Entnahme ist nur möglich für die wissenschaftlichen Mitarbeiter des Instituts sowie für Studenten, die Bücher über das Wochenende ausleihen wollen. Für die Benutzer der Bibliothek stehen insgesamt 110 Arbeitsplätze zur Verfügung, davon sind 10 Arbeitsplätze reserviert als Computerarbeitsplätze. Seit September 2002 verfügt die Bibliothek über einen Hauptinternet-Anschluß: mit 10 Internetarbeitsplätzen (Betriebssystem: Linux), außerdem verfügt die Bibliothek über WLan-Anschluss (für Notebooks). Im unterem Teil der Bibliothek (zugleich Haupteingang - GA 1/Nord) befinden sich die Signaturengruppen A, B, D, E, F und Z. Der obere Teil (nur über den Haupteingang erreichbar) enthält die Signaturengruppen C, G und H.

Internetarbeitsplätze: 10 Plätze (aktiv) Stand: 05.2005