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Global Info 2000 - Vorprojekt Hochschulen, Arbeitsziele:

Die RUB-Projektgruppe definiert folgende wissenschaftlichen und technischen Arbeitsziele des Vorhabens:

Verfahren, Sammlung, Zulieferung, Integration von elektronischen Informationen
Als eine zentrale kooperativ zu lösende Aufgabe sehen die Projektteilnehmer das Zusammenstellen von relevanten elektronischen Fachinformationen: bibliographische Daten, Volltexte, elektronische Zeitschriften, elektronische Publikationen der Universität, Reprints, etc. Lokale Spiegelungen von relevanten Datenbeständen sollen in Erwägung gezogen, ihre Realisierungsmöglichkeiten im Einzelfall geprüft werden. Metadaten über die elektronischen Informationen sind nach den vorgegebenen Standards zu klassifizieren, zu katalogisieren und in einer Metadatenbank abzulegen. Ein geeignetes Datenbankdesign soll erarbeitet werden und eine entsprechende Retrievelsoftware wird implementiert.
Dabei soll die naturwissenschaftlich-technische Information in elektronischer Form in das Gesamtangebot an naturwissenschaftlich-technischer Information (gedruckt, elektronisch, Multimedia) integriert werden. Die Integration wird sich nicht nur auf das Informationsangebot, sondern auch auf das Dienstleistungsangebot der Universitätsbibliothek beziehen.
Informationsangebot und Dienstleistungsangebot sollen umfassend evaluiert werden.

Qualitätssicherung, Gutachterverfahren, Authentifizierung
Bei der Zusammenstellung elektronischer Fachinformationen spielen naturgemäß Fragen der Qualitätssicherung und in diesem Zusammenhang ebenso Fragen von Gutachterverfahren eine entscheidende Rolle. Dies betrifft elektronische Publikationen der Ruhr-Universität selbst, aber selbstverständlich auch Informationen aus anderen Quellen (Verlage, Forschungseinrichtungen, Fachgesellschaften etc.)
Hier sollen Kriterien entwickelt werden, welche elektronischen Informationen / Multimediaprodukte in die elektronische Bibliothek aufgenommen werden, um für Lehre und Forschung bereitzustehen und wie die Wissenschaftler der Universität diesen Auswahlprozeß in Zusammenarbeit mit Universitätsbibliothek und Rechenzentrum gestalten können.
Authentifizierung - elektronische Unterschriften und Originalität / Nichtveränderbarkeit elektronischer Publikationen - ist ein weiterer Bereich, auf den die Projektteilnehmer einen Schwerpunkt legen möchten. Die Authentifizierung sowohl von Autoren elektronischer Dokumente als auch der Server ist ein notwendiger Bestandteil der Qualitätssicherung. Es werden Möglichkeiten hierzu geprüft und in Richtlinien gefaßt.
Die Ruhr-Universität hat als Pilotprojekt, beginnend mit dem Sommersemester 1997, neue Studierendenausweise eingeführt auf Basis der Chipkartentechnik (sogenannte Smart Card). Schon jetzt werden die darin gespeicherten persönlichen Schlüssel dazu verwendet, die Rückmeldung über Mikrorechnerplätze zu automatisieren. Auch die Authentifizierung beim Zugang zum Internet erfolgt hierüber. Mit Hilfe dieser Technik kann bei der gewählten hochbitigen Schlüsselcodierung auch die Authentifizierung von Schriftstücken sicher gewährleistet werden, wenn eine qualifizierte Authentifizierungsinstanz eingeschaltet wird. Jede Person, die die Echtheit eines im Netz zugänglichen Dokuments überprüfen möchte, kann jederzeit über diese Instanz in Erfahrung bringen, ob die mit dem Dokument abgelegte Authentifizierung korrekt ist. Ein unbemerktes Ändern des Dokuments ist unmöglich. Die Ruhr-Universität verfügt hier über bislang einmaliges Erfahrungswissen, das ganz wesentlich ist für die Benutzbarkeit von im Netz angebotenen Dokumenten.

Verknüpfung mit Literaturhinweis-, Fakten- und Softwaresystemen
Die Verknüpfung unterschiedlicher elektronischer Informationen sehen wir als Aspekt der Integration von unterschiedlichen elektronischen Informationen in einer Metadatenbank.

Funktionen und Werkzeuge für die Informationsvermittlung am Arbeitsplatz
Es reicht nicht aus, eine Metadatenbank mit naturwissenschaftlich-technischen Informationen campusweit, in der Zentralbibliothek und in den Fachbibliotheken zur Verfügung zu stellen. Die Datenbank sollte möglichst intelligent sein und Werkzeuge zur Verfügung stellen, die es ermöglichen, am Arbeitsplatz auf die jeweils relevanten Informationen zuzugreifen. Software zum Aufbereiten von Informationen sollte in die Datenbank integriert sein.
Darüber hinaus sollte die Datenbank Datenfilter-Funktionen und SDI (selective dissemenation of information)-Funktionen haben, die den Wissenschaftlern die für sie relevanten Informationen auf der Basis eines Profils regelmäßig anbieten.

Annotationen, Weiterverarbeitung, Interaktivität
Die Möglichkeit, Annotationen zu elektronischen Texten zu erstellen, sollte nicht auf die Nutzer auf dem RUB-Campus beschränkt sein, sondern nationale und internationale Kooperationspartner, darunter auch Industriepartner einbeziehen. Der schreibende Zugriff auf einen Teil der Publikationen soll so organisiert werden, daß er für Einzelpersonen und für Gruppen möglich ist.
Möglichkeiten der Informationsaufbereitung für die direkte Weiterverarbeitung am Arbeitsplatz sollen entwickelt werden.
Interaktivität der Informationsnutzung wird zunehmend an Bedeutung gewinnen und soll deshalb im Rahmen des GLOBAL INFO 2000-Projektes besonders berücksichtigt werden.
Wir sind der Meinung, daß es nicht sinnvoll ist, innovative Technologien einfach nur hinzustellen. Sie müssen von entsprechenden Dienstleistungen begleitet werden.

Aus- und Fortbildung bezüglich elektronischer Medien, Weiterbildung
Hier soll an die bestehenden umfangreichen Erfahrungen mit Schulungen im Bereich elektronischer Fachinformation an der Ruhr-Universität angeknüpft werden und ein umfassendes Schulungsangebot erstellt werden.