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20.02.2002 Netzwerk Mediatheken: Medienportal geht an den Start

Text der Vereinbarung zwischen der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv, der Universitätsbibliothek Bochum und dem Institut für Film- und Fernsehwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum

"Täglich werden zahllose Filme, Tonmaterialien und elektronische Medien produziert. Selbst Spezialisten fällt es schwer, den Überblick zu behalten. Nur ein "Netzwerk Mediatheken" kann langfristig AV-Mediensammlungen erfolgreich einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Am 20. Februar geht das Projekt mit dem Medienportal www.netzwerk-mediatheken.de an den Start. Der Vorstand des Deutschen Rundfunkarchivs, Hans-Gerhard Stülb, und der Chef des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Prof. Dr. Hermann Schäfer, geben den "Startklick" um 12.00 Uhr.

Auf Initiative des Deutschen Rundfunkarchivs (DRA) und der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland schlossen sich im November 2000 überregional bedeutende Archive, Bibliotheken, Dokumentationsstellen, Forschungseinrichtungen und Museen zu einem Netzwerk Mediatheken zusammen. Inzwischen beteiligen sich an dem Medienverbund 24 Institutionen. Die Gesamtkoordination des Projektes übernahm im September 2001 das Haus der Geschichte.

Für Lehrer, Wissenschaftler, Künstler und die interessierte Öffentlichkeit will das Netzwerk audiovisuelle Quellen und Materialien als Kulturgüter sichern, bewahren, erschließen und bereitstellen. Das offene Netzwerk informiert über Medieninstitutionen und ihre AV-Sammlungen. Das Portal ermöglicht das Auffinden von dezentral archivierten Beständen. www.netzwerk-mediatheken.de gibt darüber hinaus Auskunft über weitere Angebote der beteiligten Einrichtungen: Ein Veranstaltungskalender bietet Hinweise auf aktuelle Ausstellungen, Filmveranstaltungen, Medienfestivals, Symposien und Vorlesungsreihen. Projektberichte und Publikationshinweise erweitern das Spektrum des neuen Online-Dienstes. Zugang zu weiteren www-Quellen vermittelt eine umfangreiche Link-Liste."

Quelle: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Presseinformation Nr. 9 v. 19.02.2002

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Februar 2001 Netzwerk Mediatheken mit der RUB als Projektpartner

Am 06.12.2000 wurde der Neubau für die Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv (DRA) in Potsdam-Babelsberg eingeweiht. Rund 400 Gäste aus Politik, Wirtschaft, dem Medien- und Informationsbereich kamen zur feierlichen Eröffnung des neuen Archivgebäudes nach Potsdam. Das Moderne und architektonisch faszinierende Haus beherbergt das audiovisuelle Gedächtnis der Radio- und TV-Vergangenheit der DDR. Die ostdeutschen Bestände der Stiftung DRA lagerten bis November 2000 in Berlin und waren in den Wochen vor dem 06.12.2000 von Berlin-Adlershof nach Potsdam-Babelsberg umgezogen.

Anlässlich der feierlichen Eröffnung des Neubaus, bei der der Präsident des Deutschen Bundestages, Herr Wolfgang Thierse, die Festrede hielt, wurde das Netzwerk Mediatheken der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf Initiative des DRA und besonders des DRA-Stiftungspräsidenten Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard haben sich 15 Archive, Bibliotheken und Museen in einem überregionalen Netzwerk Mediatheken zusammengeschlossen. Für die Ruhr-Universität Bochum sind der Lehrstuhl für Film- und Fernsehwissenschaft (Prof. Dr. W. Beilenhoff) und die Universitätsbibliothek in dem Netzwerk Projektpartner.

In einem ersten Projektschritt hat das DRA seine Datenbank und digitalen Volltexte für die Nutzung durch die Wissenschaft geöffnet. Zunächst erfolgt der Zugriff von einem dedizierten PC aus dem Institut für Film- und Fernsehwissenschaft. Ziel ist es, Erfahrungen mit der Übertragung großer Datenmengen zu gewinnen, und zwar von Sound- und Bilddaten.

Das 1952 gegründete DRA mit Sitz in Frankfurt a. M. ist eine Gemeinschaftseinrichtung der ARD. In Frankfurt a. M. befinden sich u.a. eine ca. 130 000 Einheiten umfassende DRA-Phonothek, 245 000 Schallplatten, ein Photoarchiv, gedruckte Materialien, die DRA-Bibliothek, außerdem das Musikarchiv des Hessischen Rundfunks. 1994 kam Berlin als zweiter Standort hinzu. Die ostdeutschen Bestände sind seit dem 06.12.2000 in Postdam-Babelberg untergebracht. Hier lagern u.a. ca. 450 000 Tonträger, etwa 100 000 Fernsehsendungen, ein Fundus mit Millionen von Fotos und Negativen sowie gedruckte Materialien.

Die Datenbank der DRA-Information und –Dokumentation umfasst zur Zeit ca. 475 000 Tonträger, 130 000 Produktionen, 1,5 Millionen Musikaufnahmen, 95 000 Wortaufnahmen, 90 000 Sendungen und 12 000 Audiofiles im Format Real Audio. Dieser Fundus ist für die Wissenschaftler der RUB von großem Wert.

In weiteren Projektschritten wird die Kooperation zwischen den Projektpartnern zu einem dezentralen Netzwerk von Mediatheken in Deutschland ausgebaut.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. W. Beilenhoff, Institut für Film-und Fernsehwissenschaft, Tel.: 0234/32-25070
Dr. E. Lapp, Universitätsbibliothek, Tel.: 0234/32-22350