Sonderbeilage Exzellenz, 01. Mai 2007
STARKE UNTERSTÜTZUNG: OPTIMIERTER SERVICE
Kopf frei für die Forschung
Um den reibungslosen Betrieb des Research Campus zu sichern, muss das Drumherum stimmen. Deshalb wird optimiert, was das Leben leichter macht: der Service.
International: Campus Residence
Zusätzliche Wohnmöglichkeiten für ausländische Forscher sollen dem wachsenden Bedarf begegnen, der sich etwa aus der Attraktivität der Research School für ausländische Doktoranden ergibt. Die "International Campus Residence", die im Grünen, aber zu Fuß vom Campus aus erreichbar gelegen ist, bietet Wohnraum für die Dauer eines Forschungsaufenthalts oder eine erste Bleibe für den Start in Bochum. Interkulturelle Tutoren vor Ort, die die Orientierung erleichtern, gehören zum Service, ebenso wie kostenfreier Internetzugang zur Uni.
Unterstützung: Marketing und Fundraising
Unterstützung für Forschung und Lehre kann es nicht genug geben - und darum muss man sich professionell bemühen. Die vorhandenen Marketing-Aktivitäten werden gebündelt und zu einem schlagkräftigen Netzwerk ausgebaut, das die "Marke" Ruhr-Universität bundesweit stark macht. Mit vereinten Kräften werden Fundraiser und Forscher sowie das Rektorat die Leistungen der RUB bekannter machen und große Unternehmen ins Boot holen, die zum beiderseitigen Vorteil die Forschung an der RUB unterstützen. Stiftungsprofessuren, Stipendien oder neue Forschungsfelder sollen so entstehen.
Effizient: Bibliotheksservice auf modernstem Stand
Zentral für eine optimale Unterstützung der Forscher ist der Zugang zu Internet-basierten Informationsquellen. Die Universitätsbibliothek wird dazu ein neues, integriertes Zugangsportal für alle Suchen in den ganz unterschiedlichen Katalogen und Quellen einrichten, auf die die Nutzer aus allen Bereichen der Universität zugreifen wollen. Der Verbesserung des Service wird auch der Aufbau eines Clearing Center für den immer wichtiger werdenden Bereich der Zugangslizenzen für die elektronischen Medien dienen. Des weiteren plant die UB eine Initiative, um das Open Access-Publizieren zu unterstützen.
Die wichtigste Ressource: Die Menschen
Das größte Pfund der RUB und ihre wichtigste Ressource sind die Menschen. In ihren Händen liegt der Erfolg der ehrgeizigen Pläne der Universität, und ihnen gilt künftig noch größere Aufmerksamkeit. Coaching-Programme für Führungskräfte, spezielle Angebote für Nachwuchswissenschaftler und Neuberufene gehören ebenso zum Angebot der Personalentwicklung wie das "Dual Career"-Konzept: Sind beide Partner in einer Familie hoch qualifiziert, soll bei einer Berufung des einen an die Ruhr-Universität der Ehepartner nicht auf sein berufliches Fortkommen verzichten oder in der Ferne bleiben müssen. Von Beginn der Berufungsverhandlungen an sorgt die RUB dafür, auch dem Partner eine Perspektive zu geben.
Direkt vor Ort: Uni-KiTa
Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll auch eine neue Kindertagesstätte auf dem Campus verbessern, die Kinder aller Altersstufen versorgt und deren Öffnungszeiten es Forscherinnen und Forschern erlauben, Familie und Karriere zu verbinden. Auch Ferienangebote für Schulkinder sollen ausgebaut werden.
Geld ausgeben - aber richtig
Berufungen sind einerseits teuer, andererseits das wesentliche Instrument zur Profilierung der Universität. Ein optimiertes Berufungsverfahren soll sicherstellen, dass die RUB im Wettbewerb um die besten Köpfe gewinnt. So werden mehrere Professuren, die im Laufe einiger Jahre frei werden, gebündelt betrachtet und freigegeben - das dient der konzertierten Ausrichtung auf die Forschungsschwerpunkte der Universität.
Für die interne Mittelverteilung sollen im Rahmen eines Projekts neue Konzepte entwickelt werden: Dabei wird es darum gehen, für die beiden Töpfe für Forschung und Lehre unterschiedliche Verteilungsmodi zu erarbeiten. Mittel für die Lehre fließen in die Fakultäten und werden von den Dekanen verwaltet. Forschungsmittel fließen direkt an die einzelnen Wissenschaftler. Die Vergabe der Mittel erfolgt leistungsorientiert.
Auf Knopfdruck: Wichtige Daten
Die strategische Mittelvergabe setzt natürlich ein detailliertes Wissen um die Leistungen der einzelnen Bereiche der Ruhr-Universität voraus. Die vorhandenen Instrumente werden daher zu einem integrierten Berichtswesen weiterentwickelt, damit Entscheidungsträger auf Knopfdruck die Daten abrufen können, die sie brauchen.
In die Praxis: Transfer-Konzept
Ein neues Transfer-Konzept soll sicherstellen, dass Forschungsergebnisse schnell und reibungslos in die Praxis gelangen. Das Konzept basiert auf zwei Kernelementen: Applied Competence Clusters (ACC) und Coaching/Businessplan-Wettbewerb.
ACCs schließen an die Forschungsschwerpunkte der RUB an, die zugleich ein hohes Anwendungspotenzial haben, etwa Materialwissenschaften, Proteinforschung, Plasmatechnologie, Bildgebung oder Energietechnik. Die ACCs werden mit Strukturhilfemitteln und weiteren öffentlichen Förderungen sowie mit Mitteln der Wirtschaft arbeiten und von der RUB zusammen mit örtlichen Akteuren wie Stadt und IHK organisiert. ACCs sollen sowohl Know-how als auch Infrastruktur in Form von Gerätetechnik und Räumen für Start-Up-Firmen bereitstellen.
Den Start-Ups steht ein erfahrener Coach zur Seite, der ihre Produkt- und Geschäftsideen überprüft und sie als kritischer Ratgeber begleitet. Schließlich muss das Start-Up-Unternehmen sich vor einer Jury präsentieren, die bei positiver Bewertung ein Label vergibt, welches internationalen Mustern - insbesondere dem Schweizer Vorbild - folgt und das Unternehmen für Risikokapital-Geber qualifiziert.
Ein umfassendes Konzept der Öffentlichkeitsarbeit garantiert die breite Wahrnehmung von Forschungsergebnissen national und international. md
